Sie sind hier: Startseite Abstracts Kurzfassungen 2008 Kurzfassungen Ausgabe 01/2008 Kostenfaktor Depression
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Kostenfaktor Depression

02.11.2010 14:40
Dipl.-Psych. Melanie Luppa,Prof. Dr. med. Hans Helmut König, MPH, Prof. Dr. med. Steffi G. Riedel-Heller, MPH

Abstract
Depressionen sind aufgrund ihrer weiten Verbreitung und der hohen Krankheitslast in den Fokus gesundheitsökonomischer Forschung gerückt. Laut Statistischem Bundesamt wurde für die Behandlung von Depressionen im Jahre 2004 4,2 Milliarden Euro ausgegeben. Die Versorgungskosten werden pro depressivem behandeltem Patienten auf 1.300 bis 2.000 Euro pro Jahr geschätzt. Die Kosten für Produktionsausfälle durch Arbeits- und Erwerbsfähigkeit können international pro Jahr auf 1.900 bis 3.315 Euro pro depressivem Patienten beziffert werden. Rund 147.000 Erwerbstätigkeitsjahre gingen in Deutschland im Jahre 2004 durch depressive Erkrankungen verloren. Produktionsausfälle durch vorzeitige Sterblichkeit werden international auf 140 bis 285 Euro pro depressivem Patienten geschätzt. Rund 60 % aller Suizide können auf Depressionen zurückgeführt werden. Die frühzeitige Erkennung und umfassende Behandlung von Depressionen unter Einsatz wissenschaftlich anerkannter und klinisch wirksamer Verfahren kann eine Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen und eine Verringerung der Krankheitslast von depressiven Störungen sicherstellen.

Cost of depression and mental health care
Depression is a very common disease with a substantial economic burden. The German Federal Statistical Office reported health care costs of EUR 4.2 billion for the year 2004. Health care costs per patient were estimated between EUR 1,300 and EUR 2,000 per year; morbidity costs ranged from EUR 1,900 to EUR 3,315. Lost productivity in terms of years of work lost was estimated at 147,000 years for Germany in 2004. Mortality costs ranged from EUR 140 to EUR 285 per depressive patient per year. It is assumed that around 60 % of suicides are caused by depression. Early detection and adequate treatment may lead to a reduced burden of the illness and an improved quality of life for those suffering from depression and their relatives.

Keywords
Depression, Gesundheitsökonomie, Versorgung, cost, depression, economic burden

Autoren

Dipl.-Psych. Melanie Luppa, Prof. Dr. med. Hans Helmut König, MPH, Prof. Dr. med. Steffi G. Riedel-Heller, MPH

Printmagazin abonnieren

Einzelheft bestellen

PDF-Ausgabe oder Einzelartikel als Download

Ausgabe im Archiv (nur für angemeldete Benutzer/Abonnenten)

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

Gemeinsamer Priorisierungskatalog

« Dezember 2022 »
Dezember
MoDiMiDoFrSaSo
1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031