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Medizin seit 1386 - Versorgungsforschung seit 2001

31.03.2016 14:00
Innerhalb der neuen redaktionellen Serie „Versorgungsforschung made in ...“ stellt MVF in loser Reihenfolge Universitäten und Institutionen vor, die sich im besonderen Maße um die „dritte Säule“ der Lebenswissenschaften verdient gemacht haben. Nach dem Institut für Community Medicine (MVF 01/16) wird diesmal die Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg unter Leitung von Prof. Dr. med. Dipl.-Soz. Joachim Szecsenyi vorgestellt.

>> „Mehr als 600 Jahre Ausbildung und Forschung in der Medizin an der ältesten Universität in Deutschland begründen einerseits Tradition und Erfahrung und spornen andererseits dazu an, uns den großen Herausforderungen der Medizin des 21. Jahrhunderts zu stellen.“ Das steht so wortwörtlich auf der Startseite der Ruprecht-Karls-Universität, deren Medizinische Fakultät – erstmals am 1. Oktober 1386 im Kurfürstlichen Stiftungsbrief mit „facultas medicinae‘‘ erwähnt – darum den Wahlspruch „Zukunft seit 1386“ trägt. Doch auch 615 Jahre später, anno 2001, wurde hier Geschichte geschrieben; und zwar mit der Gründung einer Einrichtung, die sich der Forschung in der Versorgungsrealität verschrieben hat: der Abteilung „Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung“, deren Gründungsprofessor Prof. Dr. med. Dipl.-Soz. Joachim Szecsenyi ist.
Nach Absolvierung seiner beiden Studiengänge beschäftigte sich Szecsenyi schon seit 1993 mit Trainingsseminaren für Moderatoren ärztlicher Qualitätszirkel in Deutschland, ließ sich dann von 1994 bis 2001 als niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin nieder und gründete in dieser Zeit – 1995 – das AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH. Diese Kurzvita erklärt, warum Szecsenyi meist zwei „Hüte“ aufhat, wenn er im deutschen Gesundheitswesen unterwegs ist: als Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer des AQUA-Instituts, das sechs Jahre lang im Auftrag des G-BA im Bereich der Qualitätssicherung wertvolle Arbeit geleistet hat; und eben seit 2001 als Ärztlicher Direktor der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg.
Die Abteilung versteht sich als Brückenbauer zwischen universitärer Wissenschaft und gemeindenaher Versorgung der Bevölkerung in Hausarztpraxen. Hier tritt die Nähe zu AQUA zu Tage, die von Szecsenyi nicht nur gewollt, sondern von ihm auch eingefordert wurde, da er das von ihm gegründete AQUA einerseits nicht aufgeben, andererseits wichtige Synergien sah. Denn ursprünglichsollte er lediglich als Professor für Allgemeinmedizin berufen werden, den Appendix „Versorgungsforschung“ musste er sich erst erkämpfen, da man damals mit dem Begriff noch recht wenig anfangen konnte. Zwar gab es bereits seit 1989 das Förderprogramm des Bundesforschungsministeriums „Gesundheitswissenschaften – Public Health“, doch erst 1995 wurde Versorgungsforschung erstmals in einer DFG-Denkschrift zur Gesundheitssystemforschung erwähnt. Größere Aufmerksamkeit erfuhr die noch junge Forschungsrichtung erst durch das Jahresgutachten 2000/2001 des Sachverständigenrats und den 1. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DKVF), der 2002 in Köln als Startpunkt für die jährliche Kongressreihe und für die Gründung des Deutschen Netzwerkwerks Versorgungsforschung (DNVF) im Mai...

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Ausgabe 02 / 2016

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