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Biopharmazeutika auf Wachstumskurs

07.05.2014 12:29
The Boston Consulting Group und vfa bio berichten: Biopharmazeutika auf Wachstumskurs durch Therapieoptionen für Patienten mit Krebs und Immunkrankheiten.

2013 seien die Umsätze mit Biopharmazeutika, also mit gentechnisch hergestellten Medikamenten, in Deutschland um +8,5 % auf mehr als 6,5 Milliarden Euro (Netto-Gesamtumsatz im Apotheken- und Klinikmarkt) anhgestiegen. Damit hätten Biopharmazeutika den Arzneimittel-Gesamtmarkt um +4,1 % übertroffen, berichtet der vfa in einer Pressemiteilung.

Weiter heißt es dort, dass auch die Zahl der Beschäftigten in der medizinischen Biotechnologie angestiegen sei - bei stagnierender Unternehmenszahl - um 1 % auf mehr als 36.350 Mitarbeiter. Der Verband beruft sich mit diesen Zahlen auf die Ergebnisse des Branchenreports "Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2014", den vfa bio, die Interessengruppe Biotechnologie im Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), kürzlich in Berlin vorgestellt hatte.

Der Report wurde von The Boston Consulting Group (BCG) für vfa bio erstellt und analysiert zum neunten Mal in Folge die Aktivitäten in der medizinischen Biotechnologie in Deutschland - bei kleinen und mittelständischen Firmen ebenso wie bei großen Arzneimittelherstellern und Tochtergesellschaften internationaler Pharma- und Biotechfirmen in Deutschland.

Knapp ein Drittel aller neuzulassungen

"Es ist der weiter wachsende medizinische Bedarf - insbesondere in den Bereichen Immunologie und Onkologie -, der im vergangenen Jahr die Umsätze hat weiter wachsen lassen", erläuterte Dr. Frank Mathias, Vorsitzender von vfa bio und CEO der Medigene AG. So seien 14 % Wachstum in der Therapie immunologischer Erkrankungen (darunter z.B. Gelenkrheuma) und 10 % in der Krebstherapie erzielt worden. 2013 seien 14 neue Biopharmazeutika zugelassen worden - so viele wie seit 2001 nicht mehr und knapp ein Drittel aller Neuzulassungen.

Auch die Summe laufender Entwicklungsprojekte der Firmen für neue Biopharmazeutika sei im vergangenen Jahr noch einmal etwas angestiegen, auf nun 587. "Hier zeichnet sich eine Plateaubildung ab", so Mathias. "Zwar auf hohem Niveau, doch müssen uns die hier sichtbaren Grenzen des Wachstums aufmerken lassen; denn medizinischen Bedarf gäbe es für weit mehr neue Medikamente!" Die Plateaubildung könnte zumindest parziell auch auf fehlende Investitionsmittel insbesondere bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen zurückzuführen sein, so der Experte.

Förderung für kleinere Untermnehmen

Sinnvolle Gegenmaßnahmen, die zudem dem Standort Deutschland zugutekämen, sieht Mathias in einer abgestimmten Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik sowie in der Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung und in besseren Steuergesetzen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Wagniskapitalfirmen. 16 % der Projekte in den Biotech-Pipelines dienen der Entwicklung von Therapien gegen seltene Krankheiten; die Medikamente in Erprobung haben deshalb von der europäischen Arzneimittelbehörde den Status "Orphan Drug" zuerkannt bekommen.

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

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