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Broschüre „Inkontinenz in der häuslichen Versorgung Demenzkranker“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft neu erschienen

14.08.2012 11:21
Viele Demenzkranke leiden an Inkontinenz, also der Unfähigkeit, Blase und Darm zu kontrollieren. Für pflegende Angehörige kann das zu großen körperlichen und seelischen Belastungen führen. So sagte Frau A. (69), die ihren demenzkranken Ehemann (74) zu Hause pflegt: „Als es bei meinem Mann mit dem Vergessen und der Orientierung immer schlechter wurde, war es schon schwierig für mich. Aber als es mit der Inkontinenz begann und er das Wasser nicht mehr halten konnte, dachte ich, jetzt schaff’ ich die Pflege nicht mehr, ich war wirklich verzweifelt.“ Dies ist leider kein Einzelfall.

Die Broschüre „Inkontinenz in der häuslichen Versorgung Demenzkranker“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, die soeben in überarbeiteter Auflage erschienen ist, soll dazu beitragen, die Kontinenz (die Fähigkeit Blase und Darm zu beherrschen) zu fördern und mit einer Inkontinenz besser umzugehen. Die Autorinnen, die Pflegewissenschaftlerinnen Dr. Daniela Hayder und Erika Sirsch, erklären verständlich und praxisorientiert die verschiedenen Formen und Ursachen einer Inkontinenz und geben Tipps zur Förderung der Kontinenz, z.B. durch Ernährung und Toilettentraining. Sie erläutern die Nutzung von Toilettenhilfen, aufsaugenden Hilfsmitteln, Kathetern und die Kostenübernahme für Hilfsmittel durch Kranken- und Pflegekassen. Ihre Empfehlung ist, immer eine ärztliche Diagnose stellen zu lassen und sich von spezialisierten Pflegefachkräften beraten zu lassen. Viel kann getan werden, um das Leben mit Inkontinenz zu erleichtern.

 

Die Broschüre: Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Hrsg.)
Inkontinenz in der häuslichen Versorgung Demenzkranker. Informationen bei Blasen und Darmschwäche
3. Auflage 2012, 80 Seiten, 4 Euro

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

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