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Kooperationen sind die Basis für Qualität

24.11.2014 12:37
Qualität braucht u. a. gute Medizin, hervorragende Pflege und passgenaue Physiotherapie. Und: Sie muss gut organisiert sein! Das gilt nicht nur für die internen Prozesse im Krankenhaus, sondern gerade auch für das Zusammenspiel mit benachbarten Versorgungbereichen. Gefragt sind Systemlösungen für integrierte Versorgungsprozesse – noch sind diese aber seltene Ausnahme, keineswegs Alltag.
Die Bundesregierung will mit einem Innovationsfonds frischen Wind für die Qualität durch Kooperation bringen. Ob eine solche staatlich angeschobene Förderung für patientenorientierte Kooperationen Erfolg bringen kann, wird noch kontrovers debattiert. Gerade deshalb ist es wichtig, sich mit den Ansätzen, Vorgehensweisen und Ergebnissen solcher Projekte und Strukturen zu befassen, denen es in den letzten Jahren – trotz aller Probleme – gelungen ist, die Versorgungsqualität durch Zusammenarbeit zu verbessern. Am 3. und 4. Dezember 2014 stellen die „Augsburger Perspektiven“ dazu zwei wegweisende Projekte aus Schleswig-Holstein vor: Bei PIANO, präsentiert von PD Dr. Thomas Schang aus Eutin, geht es um psychosoziale Interventionen durch ambulante Netzwerke vor Ort; Prof. Dr. Arno Deister skizziert Erfahrungen mit einem regionalen Budget für die Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kreis Steinburg. Beide werden über ermutigende Qualitätseffekte berichten. Peter Krase von der AOK Bayern wird umreißen, mit welchen Indikatoren seine Gesundheitskasse die Qualität solcher Kooperationen bewertet.
Die Auseinandersetzung mit konkreten Projekten vor Ort liefert auch eine Steilvorlage für das Abschlussplenum des Augsburger Kongresses. Die Gesundheitspolitik ist gefordert, die Rahmenbedingungen für bessere Qualität zu optimieren, gerade auch wenn es um patientenorientierte Zusammenarbeit über Sektorengrenzen hinweg geht. Aber haben nicht auch Kliniken und andere Gesundheitsanbieter bereits heute eine wachsende Verantwortung, sich für mehr Qualität und eine bessere Zusammenarbeit zu engagieren – und was können sie tun, um dieser gerecht zu werden?
„Viele Gesundheitskongresse umreißen Herausforderungen und skizzieren Best Practices. Am Ende des Augsburger Kongresses wollen wir diesmal etwas weiter gehen und Perspektiven konkret machen. Wo liegt Gestaltungsverantwortung, die heute wahrgenommen werden kann? Wer sollte Engagement für welche Innovationen zeigen? Ist die Zeit reif, auf Kongressen nicht nur zu reden, sondern auch Verabredungen auf den Weg zu bringen?“, so der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Josef Hilbert, Moderator unter anderem der Abschlussveranstaltung. Antworten werden erwartet von zwei Gesundheitsmanagern in Führungsverantwortung – Dr. Roland Bersdorf, ehemaliger Geschäftsführer des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe und Geschäftsführer der AnthroMed gemeinnützige GmbH aus Berlin, und Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender des gastgebenden Klinikums Augsburg – sowie von Prof. Dr. Günter Neubauer, Direktor des Münchener Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG) und Vorstand von Healthcare Bayern e. V.
Anmeldung und weitere Informationen zum Kongress unter: www.augsburgerperspektiven.de
Editorial

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Reinhold
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